Sitex GmbH

Brand bei der GWH Himmelsthür gGmbH Anfang Januar

Verantwortung und gelebter Zusammenhalt als Treiber des Krisenmanagements

Der Brand in der Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür (GWH) in Hildesheim Anfang Januar hat uns als Sitex-Gruppe tief betroffen. Die GWH ist nicht nur ein enger Systempartner, Sitex ist zudem Gesellschafter dieses gemeinnützigen und inklusiven Unternehmens. Entsprechend klar war von der ersten Minute an unser Verantwortungsbewusstsein – gegenüber den Mitarbeitenden, den Kundinnen und Kunden sowie der kontinuierlichen Versorgung sensibler Einrichtungen.

Besonders prägend ist dabei die inklusive Struktur der GWH: Rund 44 % der Mitarbeitenden leben mit einer Beeinträchtigung, viele von ihnen mit Hörbeeinträchtigungen. Ein so einschneidendes Ereignis wie ein Brand, verbunden mit Ortswechseln, neuen Abläufen und veränderten Arbeitsumgebungen, muss daher besonders sensibel, transparent und barrierearm gestaltet werden.

Zunächst steht jedoch fest: Dank des vorbildlichen Handelns vor Ort konnten alle Mitarbeitenden rechtzeitig evakuiert werden. Schwere Personenschäden wurden verhindert. Unser ausdrücklicher Dank gilt den Verantwortlichen vor Ort sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei.

 

Effizientes Krisenmanagement mit besonderer Verantwortung 

Unmittelbar nach dem Brand wurden bei der GWH, bei Sitex und in enger Abstimmung mit der Diakonie Himmelsthür Krisenstäbe eingerichtet. Das Ziel war eindeutig:
die Versorgungssicherheit ohne Unterbrechung zu gewährleisten – und gleichzeitig den Mitarbeitenden der GWH schnell verlässliche Perspektiven zu bieten.

Gerade im inklusiven Kontext bedeutete dies, Kommunikation neu zu denken: Besprechungen mit Gebärdendolmetschern, klare Strukturen, zusätzliche Begleitung und ein hohes Maß an persönlicher Ansprache. Dieser Mehraufwand ist kein „Zusatz“, sondern Ausdruck unserer gemeinsamen Haltung.

 

Organisation, Logistik und Rückkehr zur Stabilität

Ein wichtiger Schritt zurück zur Handlungsfähigkeit war die kurzfristige Anmietung einer zusätzlichen Halle in Hildesheim. Unterstützt durch Sitex werden dort Organisation, Kommissionierung und Expedition weiterhin durch die GWH selbst gesteuert. Sitex stellt im Hintergrund die notwendigen Produktionskapazitäten bereit. Dieses Zusammenspiel hat maßgeblich dazu beigetragen, dass inzwischen der überwiegende Teil der Kundinnen und Kunden wieder direkt durch die GWH beliefert werden kann.

Parallel dazu werden täglich rund 40 Tonnen Wäsche in Sitex-Betrieben mitverarbeitet. Zusätzliche Schichten, umfangreiche Transportkonzepte und die Einbindung von GWH-Mitarbeitenden an anderen Standorten waren und sind erforderlich – immer mit dem Anspruch, Stabilität und Verlässlichkeit zu schaffen.

 

 

Mitarbeitende im Fokus – Menschlichkeit und Struktur

Viele Mitarbeitende der GWH arbeiten derzeit vorübergehend an anderen Sitex-Standorten, teils in Nachtschichten und mit langen Anfahrtswegen. Um dies zu ermöglichen, wurden tägliche Shuttleverkehre sowie ergänzende Transportlösungen organisiert.

Die Rückmeldungen aus den Teams zeigen, wie herausfordernd diese Situation ist – insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigung. Gleichzeitig zeigen sie aber auch Hoffnung, Dankbarkeit und ein starkes Gefühl des Willkommenseins. Diese Offenheit und gegenseitige Unterstützung stehen exemplarisch für die Kultur innerhalb der Sitex-Gruppe, der GWH und der Diakonie Himmelsthür.

 

Blick nach vorn

Der Brand hat tiefe Spuren hinterlassen. Gleichzeitig erleben wir außergewöhnliche Solidarität, Loyalität und Zusammenhalt. Gerade weil die GWH ein inklusiver Betrieb ist, ist es unser gemeinsames Ziel, diesen Standort nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern wieder vollständig in den Regelbetrieb zurückzuführen.

Diakonie Himmelsthür, die GWH und Sitex tun alles, um genau das zu ermöglichen – mit Zuversicht, Verantwortung und der festen Überzeugung, dass Inklusion gerade in Krisenzeiten sichtbar gelebt werden muss. Unser größter Dank gilt allen, die diesen Prozess mit Tatkraft und Verständnis unterstützen.